Merkels Komödie

Ahoi ihr Lemminge!
Ihr lebt, ihr könnt lesen und ihr seid vermutlich Deutsche – ergo werdet ihr auch in diesem Moment Zeuge eines grandiosen Schachzuges einer deutschen Partei und ihrer Wahlhelfer bei Axel Springer.
Völlig verblüfft und hoffnungslos überrumpelt von der Genialität dieses diabolischen Plans, musste ich mich viel zu lange tatenlos fesseln lassen, von der höchsten Kunst des Demagogentums und ich darf offen zugeben, dass es am Ende der beißende Neid ist, der mir am ärgsten zusetzt. So haben doch die wahnsinnigen Bösewichte von den christsozialen Gottesstaatlern den Stein der Weisen der Manipulation entdeckt und herausgefunden, wie er sich anwenden lässt.
Was ist geschehen? In Syrien herrscht Bürgerkrieg. Kriegsflüchtlinge kriegen in Europa Asyl. Dank dem Diktat von Dublin müssen sich Europas Grenzländer mit allen Asylanträgen befassen, da der Antrag in dem Land in dem ein Flüchtling Europa betritt bearbeitet werden muss. Das Anschwillen der Flüchtlingsströme ist zwar nicht besonders, dafür aber zumindest ungewöhnlich hoch und überfordert beliebte weil grenznahe Einreiseländer wie Ungarn.
Das ist die Grundlage für das christsoziale Husarenstück.
Die wollen keine Flüchtlinge, die wollen ein homogenes weißes Deutschland unterm Kreuz, wie jeder andere Nazi auch. Je uniformer eine Nation ist, desto leichter ist es, sie in einem Klima der Angst vor allem, was irgendwie anders ist zu halten. Das erleichtert die totale Überwachung. Außerdem wird das Wahlvieh manchmal unberechenbar, wenn es mit den Opfern der eigenen Verbrechen konfrontiert wird.
Das gilt es zu vermeiden.
Die neuen Flüchtlingszahlen werden spürbar; Auftritt Axel Springer.
Vom Spiegel, über das Kackblatt für geistig schwache, bis in Die Welt werden Bilder von Heerscharen befremdlich aussehender Menschen gezeigt, die wie eine unaufhaltsame Flut über unser armes Land hereinbrechen, gleich den Geistern aus der Büchse der Pandora. Die anderen Medien greifen das auf. Die Macht des Springerkonzerns entfaltet sich und die Klientin im Kanzleramt macht sich bereit für ihren großen Auftritt. Vermutlich muss sie mit dem Vollhorst in München noch an den gegenseitigen Anschuldigungen feilen. Außerdem muss die Verschärfung des Asylrechts ausformuliert werden.
Dann geht es los.
Mutti tritt in die Öffentlichkeit und verkündet pathetisch: “Reißt die Zäune ein! Ich nehme sie alle!”
Bämm!
Europa zuckt zusammen und alle Köpfe blicken nach rechts. Hattse nich gesacht… doch, hattse. “Wir schaffen das.” Das europäische mitte-rechts Bündnis verfällt in angespanntes Verharren. Die Betaphase hat begonnen. Nun zahlt sich die generalstabsmäßig unterlassene Vorbereitung auf diesen absehbaren Ernstfall aus – es gibt schlichtweg keinen Platz für die Flüchtlinge. Was tut man also? Man geht an Turnhallen, Schwimmbäder und andere steuerlich subventionierte Anlagen der Freizeitgestaltung jener, deren Geldbeutel eher knapp gefüllt ist und funktioniert sie um zu Unterkünften.
Ein ehernes Gesetz der Staatskunst lautet Brot und Spiele. Beides in ausreichender Menge halten ein Volk ruhig und zufrieden. Wenn man ihm nun Spiele nimmt und stattdessen Flüchtlinge gibt, dann ist man ein Mensch von kolossaler Dummheit oder man verfolgt einen Plan.
Derweil hat man ganz beiläufig verkündet, dass Deutschland einen beträchtlichen Gewinnüberschuss hat und weit im Süden, wo die Menschen sich mit Spasmen artikulieren, wo das Bier schmeckt wie etwas, das kein Bier ist, wo jene seltsame Irrlehre geboren wurde, dass der Deutsche Lederkluft trägt, dort tritt der braune Problembär nun unsicheren Schrittes aus einem Bierzelt, schüttelt die Mähne und macht sich bereit dem Volk eine Show zu liefern, die es hoffentlich bald wieder vergisst.
Das kleine Staatsballett geht in die nächste Runde.
Während das rollende Einmanninkassounternehmen Wolfgang Schäuble wehmütig erklärt, dass wegen der hohen Kosten durch quasi unendlich viele (wenn nicht gar mehr) Flüchtlinge, nun wohl an ein paar Stellen gespart werden muss, bezieht der weißblaue Grinch Stellung.
Wo gespart wird? Selbstverständlich – Kinderbetreuung und öffentliche Einrichtungen.
Der Haushaltsüberschuss wurde längst vergessen gemacht und der erste “Für Flüchtlinge
ist Geld da aber nicht für deutsche Kinder?”- Kommentar schwirrt durch das
BND, der offenbar gerade nicht damit ausgelastet ist Nazi-Terror-Netzwerke zu
rekrutieren, sieht das und im Kanzleramt legt eine bösartige Frau die Daumen und
Zeigefinger beider Hände zu einer Raute zusammen und murmelt teuflisch grinsend:
“ausgezeichnet.”
Längst hat sie die Leute, die nach Europa und Obama nun einen weiteren Massenmörder zum Adeln suchen, auf sich aufmerksam gemacht.
Ein tiefes Grollen aus dem Süden. Das letzte Relikt des Deutschlands unserer Großväter hat sich den Schnauzer abrasiert und Stellung bezogen vor den Kameras einer Nation, die
gespannt des nächsten Aktes harrt. Sie bekommt ihn. Mit vielen schlecht gewählten
Worten bespielt er das bayerische Volksinstrument – die Klaviatur der biergetränkten
Einfalt. Es braucht keine klugen Worte für viehisch dumme Menschen; es braucht nur
kluge Redner und der besorgte Bayer gräbt sich prompt aus den Müllhaufen der Wies’n, wischt sich das letzte Erbrochene aus dem Gesicht und beginnt Leitfäden, wie sich Ausländer gefälligst zu verhalten hätten an seine Ortseingänge zu nageln.
Die Realität ist weitaus schöner, wenn man sie nicht zu nah an sich heranlässt. Ein Credo, dem der gemeine Bajuware beinahe fanatisch huldigt.
“Wir schaffen das nicht!”
Bämm!
Das verdorbene Seehofergeschöpf hat seinen Teil geleistet. Wie Wellen
wogt die Münchner Antihaltung einmal gen Norden durch die Republik und brandet
gegen das Bollwerk in Berlin. Die Banner werden gehisst und während über der
deutschen Kapitale die Ampelmännin weht, geht über der Korruptionsmeisterin im
tiefen Bayern der senile alte Löwe auf. Die Bauern von Sarrazin bis De Maizière
werden geschoben und zeichnen dystopische Zukunftsvisionen von 7 Milliarden
Menschen, die kein anderes Lebensziel haben als plündernd, raubend und
brandschatzend über die letzte Nation der Guten herzufallen. Umfragen werden
veröffentlicht, nach denen Frau (noch) Dr. Merkel an Beliebtheit einbüßt, doch
bleibt sie stoisch standhaft weil ein Deutschland in dem man sich für Güte
entschuldigen muss nicht ihr Deutschland sei und offenbart dabei ganz nebenher, dass man in den Hinterzimmern der Republik längst vergessen hat, dass ein demokratischer
Staatsführer immer noch dem Staat gehört und nicht umgekehrt.
Vergessen der Moment, als sie mit ihrer Bande Joschka Fischer für eine ganz ähnliche Nummer vor den Untersuchungsausschuss gezerrt hat.  Nur schwadronierte der nicht von “seinem” Land, sondern packte seine Sachen und ging – na Frau Merkel? Idee? Noch sind die Grenzen nicht völlig dicht. Noch kommen Sie raus…
Derweil hat die Republik deutscher Demokraten einen Zustand erreicht, der an einen Roman erinnert. In Tolkiens “Die Zwei Türme” aus dem Herr der Ringe Zyklus belauern sich der Dämon Sauron und der Zauberer Saruman der Weiße auch gegenseitig über eine große Distanz hinweg. Nur, der Leser des Werkes weiß Bescheid, dass das lediglich Show ist. Die beiden stecken längst unter einer Decke. Wieso ich diesen Vergleich hier ziehe? Aaaach, keine Ahnung. Wir sind ja nicht in Mittelerde.
Wir sind in Mitteleuropa und dort macht sich gerade das Propagandainstrument der Union und Scharfrichter in Ungnade gefallener Unionisten bereit seinen großen Auftritt in dieser Choreographie zu absolvieren.
Ein letzter Fernsehauftritt der Kanzlerin. Der Tenor bleibt “wir schaffen das.” Am nächsten Tag titelt das Bildmagazin “Wer hat recht?” Abgebildet sind Horst und Angie, einander gegenüber, als seien sie tatsächlich Kontrahenten und das meistverkaufte Tagesblatt einer intellektuell vergewaltigten Nation startet die große Leserumfrage:
Wer hat recht? Union oder Union?
Union oder Union?
Union oder Union?
Zwei Tage später steht es fest. Deutschland hat sich entschieden und ja, die Union hat recht. Wer hätte das erwartet?
OMMFG! Die Union setzt sich durch!
OMMFG! Die Union setzt sich durch!
Die anderen Parteien sind längst aus der Berichterstattung verschwunden. Während die SPD ihre Rolle als Koalitionspartner falsch versteht und Werbung für die Union macht, ist aus der Opposition nichts zu hören. Oder doch? Keine Ahnung. Es fühlt sich ja niemand verpflichtet darüber zu berichten. Deutschland fiebert mit dem christsozialen Grabenkampf. Wer für Flüchtlinge ist stellt sich hinter Merkel und wer gegen Flüchtlinge ist (also die überwältigende Mehrheit der Bildguckerschaft) stellt sich hinter Seehofer. Unsere (an sich demokratische) Republik ist gleichgeschaltet unter der Einheitspartei.
Wie wird es weitergehen?
Der Druck aus Bayern wird sich erhöhen. Der Druck auf den Straßen wird sich erhöhen. Das Asylrecht wird verschärft, menschenrechtlich bestenfalls fragwürdige Länder werden sichere Drittstaaten und Mutti wird unter dicken Krokodilstränen einknicken und im Volksbewusstsein verankert bleiben als die herzensgute Seele, die doch bloß helfen wollte. Die hilfsbereiten wählen Merkel, die charakterlich schwachen wählen Seehofer und alle wählen die christsoziale Union.
Alle fallen darauf herein, selbst die Anstalt, die in meinen trüben Augen neben Volker Pispers das wortklauberische Wischiwaschi der Politik am pointiertesten als das enttarnt, was dahintersteckt, hat sich täuschen lassen und stilisiert Merkels Aktion zu einer undurchdachten und missverstanden Kurzschlussreaktion à la Günter Schabowski.
Die Staatschefs Europas können durchatmen. Offenbar hat die furchteinflößende Deutsche Wort gehalten und tatsächlich einen Weg gefunden, die nationalen Machtverhältnisse derart zu zementieren, dass sie fähig sind ihre wahre Aufgabe wirklich zu erfüllen: sicherzustellen, dass das neue Europa das Reich der Konzerne und niemals ein Land der Menschen wird (ich könnte hier einen x-beliebigen Link einfügen oder schreiben: google – ttip).
Spiegel Leitartikel
Kritische Feststellung – Springer attestiert Merkel Mut
Herzlich Willkommen im Gottesstaat der christlichen Einheitspartei.
Herzlich Willkommen an einem jener Orte, die wir, wenn sie woanders liegen (wo sich Öl holen lässt), ächten und bekämpfen.
Herzlich Willkommen liebe deutsche Demokraten an dem Zeitpunkt, an dem die Dystopie Realität wird.
Schmutz für die Welt✊🏽

Scheinheilige Friedenstreiber

Guten Tag meine chronisch kriegsmüden Mitbürger, willkommen Ihr stolzen Mitglieder stolzer Demokratien. Fühlt euch eingeladen den Kopf zu benutzen.

Ein Thema geistert phasenweise fast schon stärker durch die Medien als Dschungelcamp und Topmodel und es erhitzt die Gemüter gelegentlich fast so sehr wie ein Underdog, der the Voice gewinnt: Die Ukraine, Putin und der dritte Weltkrieg. Natürlich. Und weil es üblich ist und Teil des Charakterprofils von Leuten, die sich der Welt gegenüber als besonders aufgeklärt aufdrängen wollen, muss auch ich mich hier mit einer ganz eigenwilligen Wortmeldung einmischen, quasi ein pseudoliterarisches “fickt euch, ihr, die ihr meint es zu wissen obwohl ich es euch noch nicht erklärt habe!” vom Stapel lassen.

Selbstverständlich.

Gut und Schlecht

Eigentlich gibt es feststehende Fakten, die kaum zu kippen sind: Länder annektieren – schlecht; eigene Interessen mit Hilfe unsauberer Revolutionäre durchsetzen – schlecht; die eigenen Invasionstruppen als staatenlose Milizen ausgeben um das Kriegsrecht zu umgehen – schlecht; Nachbarn durch Truppenaufgebote und militärische Manöver an den Grenzen bedrohen – schlecht. Ergo: Putin – schlecht. Bei einer derart klaren Faktenlage liegt die Gegenthese nah: dem Wahnsinnigen im Kreml die Stirn bieten und klarmachen “bis hierher und nicht weiter”- gut. Und wer wäre besser geeignet, um den unbelehrbaren kalten Kriegern im dunklen Moskau die Stirn zu bieten, als die völkerrechtsverliebten und lupenrein demokratischen Vereinigten Staaten von Amerika mit ihrem europäischen Vasallenstaat Deutschland? Das ist so eine Frage. Die andere und viel naheliegendere Frage ist doch, was uns denn bitteschön die moralische Integrität verleiht über das Verhalten Putins zu urteilen. Du kannst darüber urteilen, ich kann darüber urteilen, jeder dahergelaufene Politikwissenschaftler, Menschenrechtler, Philosoph kann darüber urteilen aber ein Präsident der Vereinigten Staaten? Oder irgendein Parteigänger der Christdemokraten? Mit welchem Recht?
Wenn wir uns die CDU/CSU, unsere Herrscher, ansehen, dann haben wir es mit einem durch und durch xenophoben, homophoben, moralisch höchst bedenklichen und korrupten Haufen zu tun, zusammengesetzt aus Werten mit Namen wie Simonie, Nepotismus und Bakschisch. Jede Subvention im Namen der schwarzblauen geht konkret zu Gunsten ihrer wohlhabenden Klientel und diese dankt es durch Meinungsmache und Stimmenfang. Dabei trifft der Verein unfassbare Entscheidungen und verkauft sie uns als Rettung. Im Großen und Ganzen fressen und schlucken wir das Placebo. Bislang hat uns keine Partei der Nachkriegszeit so nahe an die vielfach literarisierten Dystopien herangebracht wie die CDU. Obgleich die vehementen Versuche der Grünen, diesen unrühmlichen Verdienst für sich zu beanspruchen, hier nicht unerwähnt bleiben sollen. Dabei schafft sie es aber ganz vorzüglich die Schuld an den von ihnen verursachten Missständen ihren Koalitionspartnern in die Schuhe zu schieben. Aber genug davon. Wer uns regiert und die bodenlose Schlechtigkeit der CDU/CSU im Besonderen sind ein eigenes Thema, das ich an anderer Stelle ausführlicher darlegen will.
Kommen wir zu dem eigentlichen Problem – den USA. Da weiß man gar nicht so recht wo man anfangen soll. Bei den Menschenrechtsverletzungen? Den Annexionen? Den unzähligen Kriegen um des Krieges Willen? Der CIA? Dem Drogenhandel? Dem Aufbau Terroristischer Vereinigungen und der Absetzung demokratisch gewählter Regierungen? Dem Austausch des Bildungssystems durch militärischen Drill? Dem Faktum, dass es sich um einen astrein faschistischen Staat handelt?

Die CIA, Nazis, Kriege und Revolutionen

Der Krieg ist auf vielen verschiedenen Ebenen sehr hilfreich. Dadurch, dass man die ärmsten der Armen mit Schul- und Ausbildung in die Armee lockt, unter Waffen stellt und ins Ausland schickt, bekommt man die potenziell unzufriedenen nicht nur von der Straße, sondern auch runter vom eigenen Kontinent. Im Idealfall sterben sie dabei sogar. Dadurch, dass man sie bewaffnet, unterstützt man die Waffenproduzenten. Das schafft Arbeitsplätze und konkurrenzfähige Exportgüter. Dies wiederum hilft der gesamten Wirtschaft. Innenpolitisch eine gewaltige Entlastung. Den Recherchen anderer Leute nach soll es außerhalb des Nordamerikas weltweit rund 1000 US-Stützpunkte geben. Ich habe nicht die geringste Ahnung wieviele Soldaten dort insgesamt stationiert sind, gehe aber davon aus, dass wir hier von einer beträchtlichen Menge sprechen. Die amerikanische Heeresführung hat die Erde ganz klar in amerikanische Sektoren eingeteilt. Schön zu sehen an der vorliegenden Karte eines ihrer zahlreichen Kriegsministerien.

http://www.state.gov/documents/organization/65617.pdf
Quelle: http://www.state.gov/documents/organization/65617.pdf

Man muss sich mal klar machen, dass kaum ein Land eigene Truppen zur Unterbringung in anderen souveränen Staaten stationiert. In aktiven Krisengebieten schon. Man wundert sich über die Menge deutscher Auslandseinsätze, wenn man mal schaut. Die meisten sind allerdings im Rahmen humanitärer Missionen oder zur Ausbildung ortsansässiger Soldaten vor Ort. Franzosen und Briten betreiben noch Stützpunkte in einigen ihrer ehemaligen Kolonien. Eines der wenigen Länder, das aus rein strategischen Gründen Truppen bei Freunden stationiert ist Russland. Zum Beispiel auf der (vorerst ehemalig) ukrainischen Krim.
Zurück zu uns. Seit Bestehen der CIA greift sie nachweislich ins Weltgeschehen ein und handelt den offiziell hoch gehaltenen Werten der Vereinigten Staaten komplett zuwider. Die CIA hat die Taliban bewaffnet um den Russen zu schaden. Nicht um amerikanische Verbündete zu haben, sondern nur um den Russen das Leben schwer zu machen. Während die GIs damals die Nazis zusammenklaubten um sie zu verurteilen, hat die CIA “Rattenpfade”, also von der katholischen Kirche vorbereitete Fluchtwege für Nazis nach Argentinien zugelassen und teilweise gedeckt. Die CIA finanziert sich nachweislich durch Drogenhandel und hat nachweislich die Überflutung von Ländern mit Drogen als Kampfmittel eingesetzt. Noch schlimmer: sie hat nachweislich den Drogenhandel anderer in die schwarzen Ghettos der Städte des eigenen und damit des zu schützenden Landes zugelassen und teilweise unterstützt. Überall auf der Welt hat die CIA Revolutionen gegen unliebsame Regierungen unterstützt. Dabei war es völlig gleich ob diese Regierungen demokratisch gewählt und die Revoluzzer regierungsunfähige Extremisten waren. Es ging nie um eine Zukunft – nur um den Schaden der anderen. In Europa ging das nach dem zweiten Weltkrieg soweit, dass etwas, was heute als “Projekt GLADIO” bekannt ist, errichtet wurde. Dabei wurden überall Waffendepots eingerichtet und von Exnazis besetzt um im Falle einer sowjetischen Invasion sofort ein Partisanennetzwerk zu haben. Während die Obrigkeit unsere schulische Bildung durch “Entnazifizierung” getaufte Gehirnwäsche austauschte (Nein! Dies ist keine verhohlene Holocaustleugnung. Ich weiß, dass der stattgefunden hat, dennoch bin ich sicher, dass die USA nicht aus humanitärer Nächstenliebe, sondern aus kaltem Kalkül heraus eingriffen und den Holocaust aus demselben Kalkül heraus zu instrumentalisieren wussten), hat die CIA bewaffnete Nazis in Deutschlands Untergrund platziert (und zwar deshalb). Das flog erst auf, als Anfang der 90er rechtsmotivierte Anschläge mit Hilfe der CIA/GLADIO Depots verübt wurden. Überraschung…
Die V-Mann Affäre beim letzten NPD Verbotsantrag hat ein weiteres interessantes Merkmal zutage gefördert: offenbar sind auch unsere rechten Gruppierungen Schöpfungen deutscher und damit immer auch amerikanischer Geheimdienste. Die Taktik ist gar nicht so falsch. Im Krieg versuchte man erfolgreich von deutscher Seite ein alliiertes Spionagenetzwerk aufzubauen. Nazis gaben sich hierbei als Kontaktpersonen aus, empfingen Spione hinter der Grenze, versorgten sie und gaben ihnen (freilich falsche) Informationen. Dann, als es in die heiße Phase ging, konnten sie mit einem Schlag alle verhaften. Ein herber Schlag für die alliierten Nachrichtendienste. Wenn man also einen Pool für Nazis errichtet in dem sie sich sicher fühlen dann hat man sie erstens im Blick und kann sie zweitens jederzeit komplett ausschalten. So die an sich gute Idee. Blöd nur, dass den Amerikanern mit Ende des kalten Krieges alles egal wurde. Sämtliche Gruppierungen, die einst von den Amis aufgebaut wurden, wurden von jetzt auf gleich fallengelassen. Diese hatten nun die beste Aufbauhilfe durch die CIA erhalten, aber niemanden mehr der sie kontrollierte. Alle Extremisten, die die Amerikaner derzeit bekämpfen, oder es tun werden, wurden von den Amerikanern erschaffen.

Eine interessante Entwicklung der jüngeren Geschichte sind CIA und Facebook. Vor einiger Zeit sprach ein Deutscher BNDler von Facebook ganz selbstverständlich als “nachrichtendienstlichem Instrument” also Spionagewerkzeug und es sei wohl bekannt, dass im Vorstand Mitglieder der CIA sitzen. Vor einiger Zeit erschütterte etwas die arabische Welt, was uns als Facebookrevolution aufgetischt wurde aber als Jasminrevolution in die Geschichte einging. Während die Presse den Vorgang als Beginn einer neuen Ära der Demokratie feierte, verhallten die Stimmen, die sagten, dass das gesamte Szenario astreiner CIA Methodik zu entspringen schien, ungehört. Nun haben Extremisten die zwar labilen aber dennoch existenten Demokratien ersetzt und Militärs und Fundis besetzen die neuen Machtpositionen. Es ist halt viel leichter mit solchen Leuten krumme Geschäfte zu machen, als mit gewählten und somit notwendigerweise pflichtbewussten Demokraten. Mit denen (CDU) ist das natürlich auch möglich. Aber halt schwieriger.

Der Vormarsch der NATO, Nazis und die Revolution

Ein kleiner Sprung zurück zu Putin und Europa. Als 1990 die Verhandlungen zur Auflösung der Blöcke erfolgten bekam die Sowjetunion eine ganz klare Zusage: die NATO werde bis an die Ostgrenze des wiedervereinigten Deutschlands wachsen und keinen Meter weiter. Dann fiel der eiserne Vorhang und mit ihm die Sowjetunion, Europa wuchs wieder zusammen und es folgten die EU-Osterweiterungen. Und mit ihr die NATO, das US-Kontrollwerkzeug der vereinigten europäischen Heere. Das ist selbstverständlich kein Vertragsbruch, der eiserne Vorhang existiert nicht mehr und Russland ist nicht die Sowjetunion aber es ist dennoch ein herber Paradigmenwechsel, der sich in nur 25 Jahren vollzog. Das setzte den direkten Nachfolger der UDSSR, Russland unter Druck.

– Am 12. März 1999 traten Polen, Tschechien und Ungarn der NATO bei.

– Am 29. März 2004 Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, Slowakei und Slowenien.

– Zuletzt dann, am 1. April 2009 Albanien und Kroatien.

Plötzlich war Russland in der Zange der NATO. Was die USA im Krieg nicht geschafft haben, fiel ihnen im Frieden um so leichter – sie haben einen militärischen Gürtel um Russland gezogen. Die Russen haben es gefressen. Bis zuletzt haben sie ihr Vetorecht genutzt um weitere Vorstöße Europas und der USA in andere Länder und vor allem in ihre Richtung zu unterbinden aber ausrichten konnten sie gar nichts.
Dann wurde es kurios. In der Ukraine, einem der letzten Puffer zwischen Russland und der NATO und zusätzlich wichtiger russischer Marinestützpunkt, kommt eine prorussische Regierung an die Macht und macht keinen Hehl daraus vielmehr zu Russland als zur EU/NATO zu gehören. Dann kommt die Revolution und die Medien feiern eine neue Ära der Demokratie. Beinahe ungehört verhallen die Stimmen, die fragen wer genau denn da revolutioniert und warum auf dem Maidan in der ersten Reihe bewaffnete und bekennend militante Neonazis stehen. Ein altbekanntes Muster wiederholt sich. Die Revolution siegt. Die Übergangsregierung will lieber gestern als morgen der EU beitreten und obwohl in Europa noch keiner davon spricht, steht für die Ukrainer der Beitritt zur NATO fest. Damit stünden die USA und ihre Verbündeten an Russlands Grenzen und wären von dort auch nicht mehr wegzukriegen.

Ich sag es, wie ich meine, wie es ist: wenn Putin nicht will, dass Russlands Einfluss und nun auch notwendige Verbündete an die Gaunereien der Amerikaner verloren gehen, dann muss er handeln. All die vielen Vetos, Widersprüche und Verhandlungen haben ihm nichts außer medialer Verurteilung eingebracht. Aus diesem Blickwinkel, und ihr dürft mich gerne zynisch nennen, war die (aus russischer Sicht offenbar) notwendige Besetzung der Krim ein Kunststück. Ich weiß nicht wieviele gewaltsame Annexionen derart Blutarm auskamen. Bei den USA fordern selbst Friedensmissionen mehr Opfer. Das ist natürlich eine rein objektive Feststellung. Gutheißen tu ich davon gar nichts. Aber der Krimi (keine Verniedlichung von Krim) geht weiter. Prorussische Separatisten fachen die Revolution erneut an, besetzen Regierungsgebäude, ganze Ortschaften und liefern sich einen Krieg mit der Übergangsregierung. Sollte Putin dagegen einschreiten? Aber sowas von! Würden die USA selbst bei einer verdrehten Rollenverteilung einschreiten? Niemals! Das ist genau das, was sie selbst ständig tun. Man bedenke, was sie mithilfe der CIA in Mexiko und Südamerika angerichtet haben um kommunistische Regierungen und somit eine 3.326 Km breite direkte Front zwischen Texas und dem roten Block zu vermeiden. Der Drogenkrieg, der heute noch in diesen Ländern tobt ist das Erbe der US-Verbrechen von damals.
Meiner ungeschulten Ansicht nach kann Putin gar nichts tun. Wenn er die Separatisten bremst hat er die USA vor der Türe stehen, wenn er sie offen unterstützt riskiert er einen Krieg mit der NATO. Das würde Europa unweigerlich pulverisieren. Sowohl für die USA als auch für Asien ist ein funktionierender europäischer Markt weitaus wertvoller als eine europäische Trümmerwüste. Der Marshall Plan legt sehr nahe, dass das zumindest den Amis längst klar ist. Darüberhinaus denke ich, dass China den Russen nochmal ordentlich ins Gewissen reden würde bevor die irgendeinen Scheiß bauen. Europa ist maßgeblich am chinesischen Wachstum beteiligt und andersrum selbst vollgepumpt mit chinesischem Kapital.

Arsch und Diktator

Ich will mich noch schnell absichern bevor ich zum Fazit komme und mich zur Person Putins äußern. Ich selbst halte den Typ für ein ziemliches Arschloch. Die Art und Weise wie er sich an der Macht hält ist alles Mögliche aber sicherlich nicht demokratisch. Der Umgang mit der freien Presse ist verbrecherisch und der Umgang mit Homosexuellen ist einer modernen Gesellschaft absolut unwürdig. Die Leichtigkeit mit der sich allerlei Menschenrechtsverletzungen ausfindig machen lassen ist erschreckend. Die mediale Gleichschaltung und der Pakt mit der Kirche sind archetypisch für die tyrannische Machterhaltung. Die Form der Selbstinszenierung Putins oder seinerzeit Medwedjews gratwandert zwischen völlig anachronistischer Politikonographie und einem schmerzhaften Fremdschämfaktor.

Fazit

Sei’s drum. Im Großen und Ganzen schaut’s in meinen Augen folgendermaßen aus: wie Putin Russland regiert ist nicht mein Problem. Ich bin Mitteleuropäer. Ich kann gar nicht nachempfinden wie Russen fühlen und denken. Ich habe nicht die geringste Ahnung wie man ein riesiges Land voller Russen regiert. Wie die Menschen dort regiert werden wollen. Die Geschichte zeigt, wenn der Unmut überhand nimmt sind Menschen fähig sich selbst zu befreien, um sich dann einem neuen Diktat zu unterwerfen. Ich kann nur halbwegs beurteilen, wie Putin uns gegenüber, also außenpolitisch, auftritt. Und muss feststellen – genau so wie er muss. Der Westen lässt ihm kaum eine Wahl. Natürlich ist schlecht was er tut. Aber es ist kein bisschen schlechter, als dass was wir tun. Es ist genaugenommen deutlich gradliniger und ehrlicher als das Vorgehen des Westens und bedient sich dabei der selben Methoden. Ich will hier nichts verharmlosen. Ich will es in Relationen setzen. Die Medien geilen sich daran auf uns Europäer als eierlose Waschlappen darzustellen und auf den Krieg mit Russland zu pochen. Sie tun so als seien wir zu schwach und zu friedlich um die nötigen Maßnahmen zu ergreifen und täuschen ganz elegant darüberhinweg, dass wir die willfährigen Bediensteten jener, die Russland in der Methodik in nichts nachstehen sind. Dabei lügen sie gar nicht – sie lassen nur das Wichtigste aus. Das ist der allgemeinen Panikmache auch sehr zuträglich und ermöglicht es endlich unser Rüstungsbudget mal wieder etwas aufzustocken. In der CDU transferieren sie vermutlich längst schon fleißig Geld in die Schweiz um auf ihren Konten Platz zu schaffen für die Schmiergelder der deutschen Waffenproduzenten, während Frau Merkel – ganz traditionell – behauptet, dass das nicht geschehen wird. Die Amerikaner fliegen heiter ihre Truppen in die Ukraine, tun so als täten sie das ungern und erfreuen sich an ihrer neuesten Annexion und alles läuft wie immer. Der Imperialismus ist ein Virus und breitet sich ungehindert aus. Alles was die Großmächte machen ist schändlich. Unser Problem sind aber nicht die russischen Herrscher sondern die unsrigen. Erst wenn die Geheimdienste dieser Welt abgeschafft sind, die USA aufhören ihre gesamte Wirtschaft auf Krieg aufzubauen, wenn die unzähligen Menschenrechtsverletzungen auf unserem Boden aufhören, wenn die CDU das Antikorruptionsgesetz unterzeichnet (haben die das bereits getan oder wo ist die Berichterstattung dazu hin?). Wenn jeder CIA Agent auf deutschem Boden verhaftet und weggesperrt ist und alle ideologischen Kinder ihrer Verbrechen ausgelöscht wurden, erst wenn der ganze Scheiß, den wir achselzuckend zulassen, unterbunden ist – dann, aber erst dann können wir anfangen uns um Putins Russland zu kümmern.

Schmutz für die Welt✊🏽